Die US-Chiphersteller Nvidia und AMD haben einen bemerkenswerten Schritt getan: Sie stimmen nun zu, 15 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von KI-Chips nach China an die US-Regierung abzugeben. Laut einem aktuellen Bericht soll dies im Gegenzug Exportlizenzen ermöglichen – ein Novum in der Tech-Branche.
Warum Nvidia und AMD diesen Deal eingehen
Seit Jahren wachsen die Spannungen zwischen den USA und China – besonders im Bereich moderner Hochleistungschips. Die US-Regierung will verhindern, dass China fortschrittliche KI-Hardware erhält, die militärisch nutzbar wäre. Deshalb wurden Exportbeschränkungen eingeführt.
Doch für Unternehmen wie Nvidia und AMD ist China einer ihrer größten Märkte. Um weiterhin dorthin liefern zu können, wurde offenbar ein Kompromiss gefunden: Die US-Regierung erhält anteilige Einnahmen – genauer gesagt 15 % des Chipumsatzes, der nach China geht.
Wirtschaftliche Hintergründe
Die Vereinbarung ist besonders relevant, weil in China nach wie vor massiv in KI und Cloud-Infrastrukturen investiert wird. Ohne diesen Markt würden beiden Firmen Milliarden entgehen.
- China ist laut Statistiken 2023 für rund 25 % des Nvidia-KI-Chipumsatzes verantwortlich.
- AMD will mit seinen MI300X-Chips in China Marktanteile gegen Nvidia gewinnen.
- Beide Firmen benötigen Exportlizenzen für Hochleistungschips, die US-Beschränkungen unterliegen.
Was bedeutet der Deal für die Chipindustrie?
Dieser Schritt könnte neue Maßstäbe setzen. Es ist das erste Mal, dass US-Technologiefirmen offen einen Teil ihrer Auslandseinnahmen an die Regierung zahlen, um Handelsbarrieren zu umgehen. Experten meinen: Der „Deal“ zeigt, wie wichtig China auch weiterhin für den globalen Halbleitermarkt bleibt – trotz geopolitischer Konflikte.
Zudem ist zu erwarten, dass ähnliche Vereinbarungen auch bei anderen Tech-Giganten folgen könnten – etwa bei Intel, Qualcomm oder Micron.
Wie reagiert der Markt?
Die Börsen zeigten sich bislang unbeeindruckt: Nvidia-Aktien stiegen leicht, da Investoren die Regelung offenbar als positiv für den weiteren Zugang zum chinesischen Markt werten. Auch AMD konnte etwas zulegen. Dennoch bleiben Analysten vorsichtig, weil sich politische Rahmenbedingungen jederzeit ändern könnten.
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